Ein selbst gebastelter Adventskalender ist immer etwas Besonderes – egal ob für die liebste Schwester oder gleich für die ganze Familie. Wir zeigen, wie aus einfachen Materialien ein kleines Schmuckstück für die Weihnachtsstube entsteht.

Adventskalender gibt es mittlerweile in jeder Form und Preisklasse. Für viele Familien sind sie ein Muss – und das nicht nur für Kinder, auch Erwachsene freuen sich über eine Süßigkeit, einen Gutschein oder einfach ein paar nette Worte im Advent. Besonders schön finden wir die selbst gebastelte Variante, die genug Platz bietet, um gleich mehreren Familienmitgliedern eine Freude zu machen.

Bastel-Material:

  • weißes Krepppapier
  • Lineal, Schere
  • 24 Papprollen, z.B. von Toilettenpapier
  • ca. 10 Meter schmales Schleifenband in Türkis
  • festes Tonpapier 10,5 x 17 cm
  • Dekopapier mit verschiedenen kleinen Mustern in Weiß, Rot, Silber und Türkis
  • Kleberoller, Klebe
  • Überraschungen zum Befüllen
  • Adventskalenderzahlen (hier gibt es eine Vorlage)
  • ca. 3 Meter breites Schleifenband in Türkis
  • Heißkleber

Papprollen mit Dekopapier

Dafür haben Ella und ihr kleiner Bruder Jonathan wochenlang Papprollen gesammelt, die als Geschenkverpackungen dienen sollen. Natürlich nicht im tristen Grau, sondern festlich aufgehübscht mit Schleifen und Dekopapier. Das meiste Material, das die beiden Kinder für ihr Bastelvorhaben brauchen, finden sie im Haushalt: Klebstoff, Seiden- oder Krepppapier
sowie schönes Geschenkpapier sind ebenso vorhanden wie etwas Schleifenband.

Zunächst das Krepppapier in 24 Stücke von etwa 18 x 22 cm zuschneiden.

Zunächst müssen die Papprollen eingewickelt werden: Dafür schneidet Ella das Krepppapier in rechteckige Stücke, die einige Zentimeter breiter als die Rollen sind, sodass man das überstehende Papier mit einem Band zubinden kann. Dieses Papier wickelt sie um die Rollen und befestigt es mit etwas Kleber. Eine Seite der Geschenkrolle schließt sie schon mit etwas Geschenkband, das sie zu einer hübschen Schleife bindet.

Die Papprollen von der breiten Seite her umwickeln, sodass am beiden Enden ca. 6 cm überstehen. Ein Ende mit einem Stück Schleifenband zubinden.

Nun sollen die Rollen noch festlich dekoriert werden. Dafür haben Ella und Jonathan verschiedene Geschenkpapiere in Weiß, Rot und Mint ausgesucht. Diese schneiden sie nun ebenfalls in rechteckige Streifen zu, dabei achten sie darauf, dass diese genau die Breite der Papprolle haben und lang genug sind, sodass man sie einmal um die Rolle legen und fixieren kann.

Nun 24 Papiermanschetten mit dem Maß 10,5 x 17 cm zuschneiden. Tipp: Aus festem Papier eine Schablone dafür anlegen.

Eigenes Schmuckpapier entwerfen

Besonderen Spaß macht es den beiden, ihr eigenes Schmuckpapier zu gestalten: Dafür nehmen sie etwas weißes Papier und bestempeln es mit silbernen Schneeflocken. Wer mag, kann auch zeichnen, tuschen oder das Papier mit Sprüchen beschriften. Damit aber auch eindeutig ist, in welcher Reihenfolge die Geschenke geöffnet werden dürfen, haben die Geschwister sich Schmuckzahlen ausgedruckt und ausgeschnitten.

Die 24 Rollen in die gewünschte Reihenfolge bringen und mit den Ziffern 1 bis 24 versehen.

Diese werden mittig auf die Rollen geklebt, sodass Muster und Farben der Schmuckpapiere sich in unregelmäßiger Folge abwechseln. Wer keine Lust aufs Schnippeln hat, kann die Zahlen auch einfach mit einem dicken Filzstift direkt auf die Päckchen malen oder fertige
Zahlenaufkleber aus dem Handel nutzen.

Die Rolle mit einer Überraschung befüllen. Gut geeignet sind kleine Süßigkeiten, Kekstüten, Gutscheinröllchen, Haarspangen, Radiergummis, Briefchen mit Rätseln oder Sprüchen, Sammelfiguren oder Ähnliches. Die Rolle mit einem weiteren Stück Schleifenband an der anderen Seite verschließen, sodass sie einem Knallbonbon ähnelt.

Nun kommt Jonathans Lieblingsarbeit: Die Rollen müssen mit Geschenken befüllt werden! Dafür haben die Geschwister kleine Süßigkeiten besorgt und Tüten mit selbst gebackenen Keksen gepackt. Außerdem schreibt Ella noch ein paar Gutscheine für ihre Mama, die sich auf Hilfe beim Geschirrspülen und Tisch decken freuen kann.

Auf kleinen Papierrollen können die Kinder neben Gutscheinen auch selbst verfasste Sprüche oder Gedichte schreiben.

So wird ein Kalender draus

Die fertig befüllten Geschenkrollen werden nun noch am offenen Ende mit einer zweiten Schleife verschlossen, dann können sie fixiert werden. Dafür faltet Ella ein langes, breites Satinband so, dass zwei Bahnen nebeneinander auf einem langen Tisch liegen. Auf diese Bahnen klebt sie Rolle für Rolle mit Heißkleber an, natürlich so, dass die Zahlen in der richtigen Reihenfolge sind.

Ella klebt nun die einzelnen Rollen der Reihe nach mit Heißkleber auf ein breites Schleifenband.

Nun können die beiden den fertigen Adventskalender an der
Treppe aufhängen. Doch auch andere Varianten sind möglich: Wer möchte, bindet die Rollen an einem langen Band an, sodass sie zum Beispiel im Esszimmer oder in der Küche wie eine Girlande an der Wand hängen können. Auch eine festliche dekorierte Platte oder Schale mit den Advents-Knallbonbons ist eine originelle Dekoration, erst recht, wenn sie um vier Adventskerzen und ein paar Silberkugeln oder etwas Tannengrün ergänzt wird.

Der Adventskalender verkürzt nicht nur die Wartezeit bis zum Heiligen Abend, sondern ist auch sehr dekorativ.

Die Anleitung des Adventskalenders finden Sie neben anderen bezaubernden Bastelideen und vielem mehr auch hier.

Text & Fotos: Stephanie Berger

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