Großer Galaaufzug für den Garten: Mit opulenten Papierblüten in leuchtenden
Farben wird es festlich auf dem Gartentisch und unter den Bäumen.

Sie wirken filigran und sehen sensationell kunstvoll aus, sind aber kinderleicht und mit wenig Aufwand
zu basteln. Für die Papierblüten werden Butterbrottüten verwendet, die aneinandergeklebt und dann an den Seiten beschnitten werden.

Ob ein Gartenfest mit den Nachbarn, eine Geburtstagsfeier, eine Konfirmation oder eine Hochzeit: Die riesigen Sommerblüten passen zu jeder Party!

Bei Johannes und Luise ist ein großes Gartenfest geplant. Die Kinder wollen bei den Vorbereitungen helfen und eine schöne Dekoration basteln. Für die großen und kleinen Papierblüten haben sie sich im Drogeriemarkt Butterbrottüten aus Papier besorgt. Außerdem brauchen sie Klebe, Scheren, Faden und einen Tuschkasten oder Sprühlack.

Papiertüten zusammenkleben

Die beiden Geschwister nehmen sich einen Klebestift und legen los: Denn als Erstes müssen acht Papiertüten aneinandergeklebt werden. Dafür bestreichen sie den unteren, geschlossenen Rand mit
einem Streifen Klebe und gehen von dort in der Mitte noch einmal senkrecht mit dem Klebestift nach oben, sodass die Klebestreifen wie der umgedrehte Buchstabe T aussehen. Nun kann eine zweite Papiertüte auf die erste geklebt werden. Die Papiertüten haben an der Öffnung eine höhere und eine tiefer gelegene Kante. Beim Zusammenkleben achten die Kinder darauf, dass jeweils gleiche Kanten aufeinanderliegen, also abwechselnd die höheren und tieferen Kanten miteinander verklebt werden.

Eine Butterbrottüte am unteren Rand senkrecht in der Mitte mit Klebe bestreichen.
Eine zweite Butterbrottüte auf die erste legen und festkleben. Erneut Klebestreifen aufbringen und die nächste Tüte aufkleben. Den Vorgang wiederholen, bis 8 Tüten miteinander verklebt sind.

Blüten ausschneiden

Für gleichmäßige Blüten ist es auch wichtig, dass die Kanten der Tüten akkurat aufeinanderliegen. Viertklässler Johannes hilft seiner kleinen Schwester ein bisschen dabei. Nun fächern die beiden die Tüten zur Probe einmal auf und staunen, wie schön das schon aussieht! Doch die Blüten sollen noch viel schöner werden. Dafür brauchen die beiden nun eine Schere. Sie zeichnen sich am oberen, offenen Rand des Tütenstapels eine runde oder spitze Form, diese wird später die Blütenränder bestimmen.
Am linken und rechten Rand zeichnen die Kinder Wellen oder kleine Dreiecke – dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, jeder Schnitt macht die Blüte später zu einem schönen Unikat. Allerdings sollte am Rand nicht zu tief eingeschnitten werden, da die Blüte sonst an Stabilität verliert. Am besten bleiben die Schnitte im Bereich der innen liegenden seitlichen Falten der Tüten.

Kleine Schnitte, große Wirkung

Nachdem die Kinder mit ihren Zeichnungen fertig sind, geht es ans Ausschneiden. Dafür brauchen sie gute Scheren, denn der Papierstapel ist doch ziemlich dick. Aber auch der fünfjährigen Luise gelingt
das Ausschneiden mit ein bisschen Geduld gut. Dann ist der große Moment gekommen: Die Blüten werden entfaltet und die Kinder sind überrascht, was für Kunstwerke ihnen mit ein paar Schnitten gelungen sind! Damit die Blüte nicht wieder zusammenklappt, werden die beiden Außenseiten auch mit einem „Klebe-T“ fixiert. Nun sind schon zwei wunderschöne weiße Blüten fertig.

Nach dem Schneiden Klebe an der oberen Tüte anbringen, die Blüte auffalten und zusammenkleben.

Kräftiges Farbpanorama

Doch für das Gartenfest soll es bunt werden, deshalb brauchen die Blüten noch etwas Farbe. Die kann mit Wasserfarbe aufgemalt werden. Besonders schöne und auch schnelle Ergebnisse erzielt man aber mit Sprühlack. Dafür vorsichtig die einzelnen Bereiche der Blüte einfarbig besprühen oder aber verschiedene Farben kombinieren. Da immer weiße Bereiche übrig bleiben, kann schon mit einer einzigen Farbe ein schöner Effekt erzielt werden.
Beim Ansprühen gilt: Weniger ist oft mehr. Mit zartem Sprühnebel lassen sich Pastelltöne erzielen oder nur die Randpartien effektvoll färben. Zu viel Farbe kann die Blüte beschweren und aus der Form bringen. Sollte das passieren, nach dem Trocknen einfach die Klebenaht noch einmal vorsichtig lösen, die Blüte zusammenfalten und zwischen Zeitschriften pressen.

Nun die Blume entweder mit Sprühlack oder mit Pinsel und Tuschfarbe färben.

Stimmungsvolle Gartendeko

Für ihr Sommerfest wollen Johannes und Luise die Blüten aufhängen, also versehen sie sie noch mit einem Faden, sodass die Blumen bald fröhlich im Baum und an der Terrassenüberdachung im Wind
schwingen. Ein paar Blüten behalten die beiden aber als Tischdekoration zurück.
Dafür werden die Blüten nicht zusammengeklebt, sondern nur als Halbkreis aufgefächert auf dem Tisch platziert.

Eine wunderschöne Tischdeko für jedes Gartenfest: Die Papierblüten aus Butterbrottüten.


Wer die Blüten nach dem großen Fest platzsparend verstauen will, sollte sie nur sparsam zusammenkleben und den Klebstoff später wieder lösen. So lassen sie sich zusammenfalten, pressen und bis zur nächsten Gartenfeier aufbewahren.

Eine ausführliche Step-by-Step-Anleitung mit Text und Bild sowie vielen Tipps finden Sie in dieser Ausgabe von LandKind.

Text & Fotos: Stephanie Berger