Weihnachten steht vor der Tür… Aus Stoffresten, einem Ast und etwas Zubehör entsteht im Nu ein hübsches selbst gemachtes Geschenk für Familie und Freunde.

Elisabeth (12) möchte dieses Jahr gerne etwas Selbergenähtes an Familie und Freunde verschenken. Wenig Material soll verwendet werden, da Heilig Abend bereits vor der Tür steht. Eine schnelle und einfache Idee muss also her. Schon immer wollte die Schülerin das Nähen mit der Nähmaschine erlernen. Das wäre doch die perfekte Gelegenheit dazu. Dieses einfache Nähprojekt eignet sich hervorragend auch für Nähanfänger.

Aus Stoffresten

Zusammen mit ihrer Mama hat sie sich für ihren ersten Nähversuch etwas ganz Besonderes aus Baumwollstoffresten ausgedacht. „Wir zaubern ein paar bunte Weihnachtssterne zum Aufstellen oder als kleines Mitbringsel für meine Freundinnen“, bringt Elisabeth mit ein. Sollte ein Fehler bei ihren ersten Nähversuchen passieren, wäre das gar nicht weiter schlimm, da sie mit Stoffresten arbeitet. Eine weitere Möglichkeit wäre Upcycling: aus Altem, etwas Neues nähen. Egal ob aus Omas Tischdecke oder einem alten Kissen. Hierbei gibt es kaum Einschränkungen und der Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt. Elisabeth sucht sich aus den Stoffresten ihrer Mama drei Stoffe aus, die zusammen besonders weihnachtlich wirken. Sie hat sich für das Farbschema Grün und Rot entschieden.

Stoffreste in den klassischen Weihnachtsfarben Grün und Rot.

Dazu sucht sie sich ein farblich passendes Garn aus der Schatulle ihrer Mama. Wer es gerne bunter möchte darf für mehr Kontrast auch gerne zu einer anderen Farbe greifen. Das Einlegen des Fadens übernimmt Elisabeths Mama. Als Schnittmuster verwendet
Elisabeth eine Stern-Vorlage. Selbstverständlich ist ein selbst gemalter Stern natürlich
mindestens genauso schön. Die Größe der Sterne ist dabei variabel.

Als Stern-Vorlage eignet sich ein selbst gezeichneter Stern genauso wie eine Vorlage aus dem Internet oder ein Keksausstecher in Sternform.

Zuschneiden und vorbereiten

Elisabeth denkt beim Zuschneiden daran, den Stoff doppelt zu legen, denn der Stern soll ja auf beiden Seiten hübsch anzusehen sein. Sie entscheidet sich dazu die schöne Seite innen zu legen, damit später keine Striche auf den fertigen Sternen zu sehen sind. Anschließend steckt sie mit Stecknadeln die Sternschablone auf einem Stück Vlies fest und schneidet vorsichtig an der Linie entlang.

Mit ein paar Stecknadeln wird das Sternmuster auf ein Stück Vlies befestigt.

Der Stern sollte wenn er fertig ist, etwas kleiner wie die Stoffsterne sein. Die Zwölfjährige legt nun zuerst die Außenseite nach unten, darauf den Vliesstern und zum Schluss noch einen weiteren Stern mit der Außenseite nach oben. Mit ein paar Nadeln fixiert sie die drei Teile miteinander und näht den Stern mit einer Geradnaht zusammen.

Begonnen wird beim Nähen zwischen zwei Zacken mit einem Geradstich und anschließendem Vernähen (drei Stiche vor und zurück), damit sich die Naht nicht mehr öffnen kann.

Hübsche Details

Elisabeths Mama zeigt ihr nach einer kurzen Anleitung wie man mit dem Nähen zwischen
den Zacken am besten beginnt und am Anfang gleich vernäht. Das ist wichtig, damit sich die Naht im weiteren Verlauf nicht mehr öffnen kann. Elisabeth schneidet ein großes Stück
Draht ab und wickelt es ein paar Mal um einen dicken Stift, damit eine Spirale entsteht.

Ein ca. 40 cm langes Stück Biegedraht mit einer Drahtschere abschneiden und nach ca. 10 cm Länge den Draht fünfmal um einen dicken Stift wickeln.

Auf die fertige Stange steckt sie nun den Stern und dekoriert ihn mit ein paar hübschen Bändern und Schleifen. Im nächsten Schritt fragt sie ihren Papa um Hilfe. Mit einem Bleistift markiert sich Elisabeth ihre Sägestelle. Bevor in den passend zurechtgesägten Ast in der Mitte hineingebohrt wird, sollte er noch glatt geschliffen werden.

Nun den Stern auf den Draht schieben und mit Borten und Bändern schmücken.
Mit einer Säge von einem Ast ein ca. 12 cm langes Stück absägen und die Schnittstelle mit etwas grobem Schleifpapier glatt schleifen.
Mit der Bohrmaschine ein 0,2 cm großes Loch ca. 4 cm tief in die Mitte des Querschnitts bohren und den Draht mit dem Stern hineinstecken.              
Zum Schluss den Ast nach Belieben mit Wollschnur umwickeln.

Vielseitige Sterne

Zum Schluss wird die fertige Stange mit dem Stern von Elisabeth in das Holz gesteckt und der Ast wird im Anschluss daran mit bunten Filzbändern verschönert. Zu guter Letzt schneidet Elisabeth die Längen der Bänder noch passend zurecht und zieht die Schleife nochmal nach. Mit den Sternen lässt sich im Haus aber noch viel mehr gestalten. Lose in einer Schale drapiert oder mit einer Kordel am Christbaum befestigt, sehen die
Sterne ebenfalls richtig toll aus.

Ganz wunderbar machen sich die Sterne auch lose in einer Schale mit ein paar Naturmaterialien dekoriert.

 

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Text & Fotos: Jaqueline Wallner