In unserer Ostereier-Werkstatt wird es kuschelig weich. Wir basteln hübsche Deko-Eier aus Filzwolle in den fröhlichsten Frühlingsfarben und mit tollen Mustern.

Selbst gemacht: Ein wunderschöner Osterstrauß mit bunten Ostereiern aus Filz.

Tusche, Pinsel und echte Hühnereier machen dieses Jahr mal eine Pause in der Vor-Osterzeit. Liz und Emma haben bei einem Besuch im Bastelladen Gefallen an den tollen Farben der weichen Filzwolle gefunden und wollen gerne mit diesem wunderbar weichen Material etwas basteln. Schnell ist ein Projekt ausgesucht: Es sollen bunte Ostereier entstehen. Also werden im Bastelgeschäft auch gleich passende Eier aus Styropor gekauft und einige Filznadeln. Diese kleinen Nadeln haben winzige Widerhaken, durch die sich beim Einstechen in eine lockere Filzschicht die Wolle immer mehr verfilzt und fester wird. Das Ende der Nadeln ist wirklich spitz und man muss beim Filzen gut aufpassen, dass man sich nicht in die Finger sticht. Außerdem kann es passieren, dass die Nadeln beim Filzen aus Versehen abbrechen. Deshalb nehmen wir gleich mehrere mit nach Hause.

Die Blümchenmuster sind etwas aufwendiger, gelingen aber mit ein bisschen Übung auch.

Lieblingsfarben für die Ostereier aussuchen

Liz und Emma packen ihre Woll-Schätze gleich aus und wollen mit dem Filzen loslegen. Emmas Mama sucht noch schnell das restliche Material, das noch gebraucht wird, zusammen: ein Stück Kernseife, warmes Wasser, eine Schale fürs Seifenwasser, eine Schere, Klarsichtfolie und ein Stück dickere Plastikfolie, die vorher als Verpackungsmaterial diente. Dann kann der Bastel-Spaß beginnen. Schnell haben sich die beiden Freundinnen ihre Lieblingsfarben ausgesucht. Liz möchte ein rosafarbenes Ei mit violettem Spiralenmuster basteln und Emma ein blaues Ei mit weißen Punkten. Beide Muster sind recht einfach zu machen und eignen sich perfekt für ein Erstlingswerk, auch wenn man noch keine Erfahrung mit Nadelfilzen hat.

Nadelfilzen – So geht’s

Zunächst wird von der Filzwolle ein Stück weggenommen, das man einmal gut um das Styropor-Ei legen kann. Liz findet heraus, dass sich die Wolle ganz gut abreißen lässt und man dazu gar keine Schere braucht. Nun sind die Eier locker von der Wolle ummantelt und müssen mit der Filznadel bearbeitet werden. Am besten das Ei auf den Tisch legen und an der Seite gut festhalten, an der nicht gestochen wird. So sind die Finger weit weg von der spitzen Nadel!

Mit einem Styropor-Ei und dem Filzen der Basisfarbe des Ostereis geht es los.

Ganz langsam hört auch das fröhliche Geschnatter der beiden Freundinnen auf. Es wird leise in der Ostereier-Werkstatt, denn die Mädchen müssen sich beim schnellen Stechen mit der Nadel gut konzentrieren, um nicht danebenzustechen. Fleißig bearbeiten sie alle Bereiche der Eier mit der Nadel, bis sich die Wolle zu einem festen, fast glatten Überzug um die Eier gelegt hat.
Das dauert etwas länger und manchmal hört man ein ganz leises „Autsch!“, aber dann erstrahlen die Eier in Rosa und Blau. Nun gibt’s erst einmal einen Stärkungskakao und feine Osterkekse, bevor die Eier noch verziert werden.

Hübsche Verzierungen für die Filz-Ostereier

Emma möchte ihr Osterei mit Punkten verzieren. Dafür reißt sie vorsichtig kleine Stücke aus weißer Wolle heraus und dreht diese durch kreisförmige Bewegungen mit der Filznadel zu Punktformen zusammen. Die Pünktchen legt sie auf das Ei und sticht diese mit der Filznadel fest.

Für die Punkte wird ein kleines Stück Filz zuerst auf einer Unterlage eingedreht und dann mit der Filznadel auf das Filzei festgefilzt.
Für ein Streifenmuster wie beim Punktemuster verfahren.

„Ich mache ein Spiralenmuster“, beschließt Liz und nimmt sich einen dünnen Streifen violetter Wolle, legt diesen auf eine dickere Plastikunterlage und sticht ihn mit der Filznadel fester. Dann kann sie den Streifen mit der Nadel auf dem Ei feststechen. Nun sind beide Eier fast fertig – aber das Band zum Aufhängen fehlt noch.

Filz-Endspurt: Wir filzen ein Aufhängeband

Jede nimmt sich einen dünnen Streifen Wolle und sticht diesen so lange ein, bis ein festes Band entsteht. Dank zusätzlicher Seifenlauge und kräftigem Drehen wird das Band noch stabiler und kann zum Schluss am Ei festgefilzt werden.

Für die Aufhängung wird ein dünner Filzstreifen zuerst etwas mit der Filznadel bearbeitet, mit Seifenwasser gut eingerieben und in einer Plastikfolie hin und her gerollt, bis das Band fest ist.
Das Band in der gewünschten Länge zuschneiden und mit der Filznadel am Ei feststechen.

Emma und Liz sind mächtig stolz auf ihre Erstlingswerke und beschließen sogleich: „Morgen machen wir noch mehr Filzeier!“ Welche Farben und Muster wohl ausgewählt werden?

Eine ausführliche Step-by-Step-Anleitung zu den bunten Ostereiern aus Filz finden Sie in der Ausgabe LandKind 02/20.

Text: Bettina Rehm-Wolters • Fotos: Bettina Rehm-Wolters, Deko & Styling Heike Schierholz