Aus einfachen Papiertüten wird ein zauberhaftes Weihnachtsdorf! In nur wenigen Stunden entsteht ein Adventskalender, der Kinderaugen zum Leuchten bringt. Jedes Häuschen wird zum kleinen Kunstwerk – bemalt in Pastelltönen, verziert mit hübschen Details.
Die Vorweihnachtszeit steckt voller Magie – besonders für Kinder, die es kaum erwarten können, bis endlich Weihnachten ist. Ein selbstgemachter Adventskalender verkürzt nicht nur die Wartezeit, sondern wird zum strahlenden Mittelpunkt der Adventsdekoration.
Warum einen Adventskalender selber machen?
Gekaufte Adventskalender gibt es zwar in Hülle und Fülle, doch ein selbstgebastelter Adventskalender ist einfach etwas ganz Besonderes. Du kannst ihn genau auf die Vorlieben deines Kindes abstimmen, ihn mit persönlichen Überraschungen füllen und dabei noch eine wunderschöne Weihnachtsdekoration schaffen, die Jahr für Jahr wiederverwendet werden kann.
Dieser Papiertüten-Adventskalender aus lauter kleinen Häusern in funktional und zugleich total hübsch. Du brauchst keine besonderen Bastelkenntnisse – mit ein bisschen Zeit und Kreativität entsteht ein einzigartiges Werk.
Ein Adventskalender aus Tüten – nachhaltig und kreativ
Die Basis dieses DIY-Adventskalenders bilden einfache Papier- oder Butterbrottüten, die du in vielen verschiedenen Varianten gestalten kannst. Die kleinen Häuser lassen sich mit Holzwäscheklammern verschließen und können so Jahr für Jahr neu befüllt werden.
Die einzelnen Häuschen lassen sich je nach Belieben gestalten. Das Schöne: Sie können auch in den folgenden Jahren wieder verwendet werden.
Beim Adventskalender basteln kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Gestalte jedes Häuschen individuell: Mal mit einem klassischen Spitzdach, mal mit einem modernen Flachdach. Bemale die Tüten in zarten Pastelltönen oder lass sie im natürlichen Packpapier-Look. Male verschiedene Fassaden auf – hier ein Haus mit Girlande, dort eines mit gemusterten Fenstern. Jedes Häuschen darf anders aussehen und seinen eigenen Charakter haben. Wenn du nicht einfach drauf losmalen möchtest, kannst du unsere Vorlage verwenden.
So entsteht dein individuelles Häuserdorf
Der Zauber liegt im Detail: Mit einem weißen Marker oder Lackstift zeichnest du hübsche Fenster, Türen und kleine Verzierungen auf die Papiertüten. Du kannst Muster aufmalen, kleine Wimpelketten aufkleben oder die Dächer mit verschiedenen Designs versehen.
Durch die drei verschiedenen Dachformen der Häuser entsteht der Eindruck eines kleinen Dorfes.
Die Nummerierung von 1 bis 24 machst du am besten mit einem Zahlenstempel auf kleine Packpapierquadrate, die du dann auf die Häuser klebst – das sieht besonders einheitlich und professionell aus. Du kannst die Zahlen aber auch einfach mit einem Marker aufschreiben, wenn du es persönlicher magst.
Wenn alle 24 Häuschen fertig gestaltet sind, arrangierst du sie auf einer alten Holzleiter, die du mit Paketschnur umwickelst. An dieser Schnur befestigst du die einzelnen Häuser mit den Holzwäscheklammern. Dekoriere das Ganze noch mit Tannengrün, kleinen Tannenbäumen und einer warmweißen Lichterkette – fertig ist dein bezauberndes Adventskalenderdorf!
Adventskalender befüllen: Ideen für jeden Tag
Jetzt kommt der schönste Teil: das Befüllen deines DIY-Adventskalenders! Hier hast du die wunderbare Möglichkeit, jeden Tag eine kleine Überraschung zu verstecken, die perfekt zu deinem Kind passt. Die Geschenke müssen überhaupt nicht groß oder teuer sein – oft sind es die kleinen, durchdachten Aufmerksamkeiten, die am meisten Freude bereiten.
Konkrete Ideen zum Adventskalender befüllen für …
Kleine Naschkatzen:
Mini-Schokoriegel oder Pralinen
Nougat oder Marzipan
Selbstgebackene Plätzchen
Fruchtriegel oder Müsliriegel
Trockenfrüchte und Nussmischungen
Bonbons oder Lollies
Kreative Köpfe:
Buntstifte oder schöne Schreibstifte
Ausstechförmchen für Plätzchen
Mini-Bastel-Sets
Washi-Tape oder Sticker
Kleine Malbücher
Saatgut für Kräuter oder Blumen
Perlen für Armbänder
Spielfreudige:
Mini-Kartenspiele
Sammelkarten
Kleine Puzzles
Fingerpuppen
Murmeln oder Flummies
Geduldsspiele
Gemütliche Momente:
Kuschelsocken
Kindertee in verschiedenen Sorten
Mini-Duftkerzen (für ältere Kinder)
Badebombe oder Badezusätze
Gesichtsmasken für Kinder
Kleine Handcremes
Entdecker:
Leuchtsterne für die Zimmerdecke
Mini-Taschenlampe
Wunderkerzen (mit Elternaufsicht)
Kleine Lupen
Kompass
Taschenmesser (für ältere Kinder)
Persönliche Überraschungen:
Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten
Selbstgebastelte Lesezeichen
Familienfotos im Miniformat
Freundschaftsarmbänder
Affirmationskarten oder Aufmunterungskärtchen
Rubbellose
Kleine Bücher oder Pixie-Bücher
Praktische Kleinigkeiten:
Haarspangen oder Haargummis
Schlüsselanhänger
Duftbaum für den Schulranzen
Radiergummis in lustigen Formen
Magnete
Reflektoren für mehr Sicherheit im Dunkeln
Weihnachtliche Extras:
Räucherstäbchen mit Weihnachtsduft
Kleine Weihnachtsfiguren
Schneekugeln
Christbaumschmuck zum Selbstgestalten
Weihnachtliche Klebe-Tattoos
Du kannst auch einen Mix aus Naschereien, kleinen Spielzeugen und persönlichen Gutscheinen machen. Ein Gutschein für einen Kinoabend, für ein Lieblingsessen oder für eine Extra-Gute-Nacht-Geschichte macht oft mehr Freude als das teuerste Spielzeug.
Du hast noch mehr Ideen? Schreib sie gerne in die Kommentare! 🙂
Mehr als Dekoration: ein tägliches Ritual
Ich kann mich noch genau an die Adventskalender meiner Kindheit erinnern. Direkt nach dem Aufstehen habe ich die passende Nummer gesucht und sie gemeinsam mit meinem Bruder am Frühstückstisch geöffnet. Das Ritual habe ich in so liebevoller Erinnerung, dass ich es gerne an meine Kleinen weitergehen möchte. Die Adventskalender, die unsere Mama uns immer gebastelt hat, waren zugleich auch eine wunderschöne Weihnachtsdeko. Und genau das war auch der Sinn hinter diesem hübschen Adventskalender. Das selbstgebastelte Dorf bleibt die gesamte Adventszeit dekorativ.
Jeden Morgen können die Kleinen die richtige „Hausnummer“ suchen. Ein Ritual, das in Erinnerung bleibt.
Plane rechtzeitig, um stressfrei zu basteln
Der erste Advent kommt oft schneller, als man denkt. Deshalb ist es sinnvoll, rechtzeitig mit den Vorbereitungen zu beginnen. Plane ein oder zwei gemütliche Abende ein, an denen du in Ruhe deine Adventskalender basteln kannst. Vielleicht bei einer Tasse Tee und deiner Lieblings-Weihnachtsmusik im Hintergrund?
Sammle in den Wochen vor dem Advent schon kleine Geschenke, damit du nicht in letzter Minute in Stress gerätst. Wenn du im Geschäft etwas Passendes siehst, nimm es einfach mit. So füllst du nach und nach deine Sammlung, ohne dass es zur Last wird.
Tipps für ein gelungenes Ergebnis
Wenn du deinen Papiertüten-Adventskalender basteln möchtest, hier noch ein paar praktische Hinweise:
Verwende Bastelfarben in Pastelltönen für ein harmonisches Gesamtbild.
Weiße oder naturbelassene Papiertüten lassen sich am besten bemalen.
Für die Beschriftung eignet sich ein weißer Lackmarker oder Kreidestift besonders gut, da er auf allen Farben gut sichtbar ist.
Achte darauf, dass die Farbe gut durchtrocknet, bevor du die Häuser beschriftest oder weiter gestaltest. So vermeidest du verschmierte Stellen.
Und wenn ein Haus mal nicht so wird, wie du es dir vorgestellt hast – macht nichts! Gerade die kleinen Unregelmäßigkeiten geben deinem Häuserdorf seinen charmanten, handgemachten Charakter.
Kostenlose Vorlagen für die Häuserfronten
Du kannst die Häuser natürlich gestalten, wie du möchtest. Solltest du aber Inspiration brauchen oder mit Kindern basteln, kannst du unsere Vorlagen verwenden. Einfach herunterladen, ausdrucken und auf Transparentpapier übertragen.
Am Ende ist dieser selbstgemachte Adventskalender viel mehr als nur ein Behälter für kleine Geschenke. Er ist ein Zeichen deiner Liebe, der Zeit und Mühe, die du investiert hast, um deinem Kind die Vorweihnachtszeit zu verschönern. Jedes einzelne Häuschen erzählt von der Vorfreude auf Weihnachten und von den gemütlichen Momenten, die diese besondere Zeit so wertvoll machen.
Ob für (d)ein Kind, Partner(in), für die Eltern oder einen anderen lieben Menschen, der dir am Herzen liegt – dieser DIY-Adventskalender wird garantiert für strahlende Augen sorgen. Also, schnapp dir Papiertüten und Farben und lass dein eigenes kleines Weihnachtsdorf entstehen. Viel Freude beim Basteln!
DIY-Adventskalender aus Papiertüten
Die Vorweihnachtszeit ist pure Magie – vor allem, wenn jeden Morgen eine kleine Überraschung wartet. Dieser selbstgebastelte Adventskalender aus Papiertüten bringt Kinderaugen zum Leuchten und verwandelt die Wohnung in ein zauberhaftes Weihnachtsdorf.
Material:
Vorlage im Artikel hinterlegt
Schere
24Geschenk- oder Butterbrottüten aus Papierz. B. 12 in Weiß und 12 in Natur
Bastelfarbe in Pastelltönenz. B. Hellblau und Türkis
Pinsel
Transparentpapier
Bleistift
Geodreieck
Lack- oder Kreidestift in Weiß
Packpapierreste
Zahlenstempel 1–24
Stempelkissen in Schwarz
Klebestift
Holzwäscheklammern
Paketschnur
So geht’s
Vorlage herunterladen, ausdrucken und ausschneiden. Die Vorderseite einer weißen Tüte in einer Wunschfarbe grundieren. Trocknen lassen. Die Tüten in Natur werden nicht farbig grundiert.
Die Tüte für das gewünschte Dach, siehe Foto, falten und knicken. Für das Spitzdach die beiden oberen Ecken nach hinten falten. Für das abgeflachte Dach falten wie beim Spitzdach und die Spitze nach hinten knicken. Für das Flachdach einfach den oberen Rand um ca. 3–4 cm nach hinten falten.
Gewünschte Vorlage mit Transparentpapier, Bleistift und mithilfe eines Geodreiecks auf die Tüte übertragen und mit weißem Stift nachzeichnen. Nach Wunsch und Fantasie kleine Wimpel und andere Dekoteile aufkleben.
Die Zahlen 1–24 auf Packpapier stempeln und quadratisch ausschneiden. Die Zahlen beliebig auf den Häusern mit Klebstoff platzieren und mit Lackstift weiß umranden.
Die Tüten mit kleinen Geschenken füllen und mit einer Holzklammer verschließen.
Die Geschenktüten nach Wunsch an einer Leiter dekorieren. Dafür Paketschnur an der Leiter befestigen und die Tüten daran festklammern. Zusätzlich mit Tannengrün, Weihnachtsdeko und Lichterkette ausschmücken.
Statt die „Hausnummern“ zu stempeln, können sie auch einfach geschrieben werden.
Basierend auf einem Beitrag von: Elke Reith (Idee & Realisation, Styling); Uzwei/Uli Glasemann (Fotos) & Beate Grondorf (Text). Erschienen in der Ausgabe 0623, redaktionell überarbeitet für den Blog.
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