Wenn es im Winter kalt wird, herrscht Hochbetrieb am Futterhaus.
Auch wir lassen uns von den Wintervögeln inspirieren – unsere
Piepmätze schützen sich vor der Kälte mit einer warmen Wollmütze.
Ganz einfach zum Nachbasteln!

Basteln und Handarbeiten sind genau das Richtige für kalte Wintertage, findet Marlene. Sie hat immer eine gute Idee und verarbeitet dabei auch gerne Dinge, die andere wegwerfen.
Aus Papprollen will sie heute Vögel basteln. Das hässliche Grau der Rollen kaschiert sie mit einem Mantel aus weißem Motivkarton. Alternativ kann man Papprollen aber auch sehr gut mit gut deckenden Acryl- oder matten Kreidefarben anmalen.

Basteln: Schnabel und Beine aus Pfeifenreinigern

Das Vögelchen soll einen Schnabel und Beine aus Pfeifenreinigern bekommen. Dafür sticht Marlene zunächst zwei Schlitze in das untere Ende der Papprolle, dort sollen die Beine angesetzt werden. Ein etwa 20 Zentimeter langes Stück weißen Pfeifenreiniger zieht sie so durch die beiden Schlitze, dass die Enden aus der Rolle herausschauen.
Um die Spitzen wickelt sie noch ein kürzeres Stück Pfeifenreiniger und formt so zwei Vogelfüße.
Auch der Schnabel wird aus Pfeifenreiniger gebastelt: Dafür setzt Marlene noch einen Schnitt im oberen Teil der Rolle und klemmt ein kurzes, geknicktes Stück roten Pfeifenreiniger wie einen Schnabel in das Loch. Als Augen dienen zwei kleine schwarze Stückchen Tonpapier, die Marlene mit einem weißen Buntstiftpunkt versieht und oberhalb vom Schnabel anklebt. Nun klebt sie noch zwei Flügel aus Motivkarton an, schon ist der kleine Vogel so gut wie fertig.

Häkeln: Mini-Pudelmütze

Ein wichtiges Detail fehlt aber noch, bevor der süße Piepmatz die Fensterbank oder den Esstisch zieren kann. Weil Winter ist, soll er noch eine lustige Pudelmütze bekommen. Und die häkelt Marlene aus Häkelgarn in den winterlichen Farben Weiß, Grau und Eisblau. Sie beginnt an der Mützenspitze mit einem Fadenring aus 5 Maschen und häkelt dann 9 Reihen in der gleichen Farbe, wobei sie stetig Maschen zunimmt. Die Zunahme bewirkt, dass sich das Häkelstück von allein in die Mützenform wölbt. Die beiden letzten Reihen häkelt Marlene jeweils in einer anderen Farbe, um der Mütze einen dekorativen Rand zu geben. Wer mag, wechselt
die Farben schon früher oder denkt sich eigene Muster aus.

Ein Bommel aus Wolle

Nun fehlt nur noch der klassische Bommel für die Pudelmütze. Für das Basteln von Bommeln gibt es im Bastelgeschäft Pompon-Maker zu kaufen. Man kann sie aber auch ganz leicht selber aus zwei ausgeschnittenen Pappringen herstellen. Marlene legt die Ringe zunächst aufeinander und knotet dann einen Faden daran fest. Diesen zieht sie immer wieder durch die Ringe, sodass diese mehr und mehr von der Wolle umwickelt werden. Ab und an muss sie einen neuen Faden anknoten, bis die Öffnung schließlich sehr klein geworden ist. Dann schneidet Marlene die Wollfäden am Rand vorsichtig ein, sodass sie einen Faden zwischen den beiden Pappscheiben durchziehen und verknoten kann. Auf diese Weise entsteht wie von selbst ein puscheliger Pompon, den Marlene auf die Mützenspitze
setzt und innen festknotet.
Die fertige Mütze setzt sie ihrem kleinen Vogel auf. Und weil noch Zeit ist, macht sie sich gleich daran, dem Piepmatz noch einen Freund zu basteln, damit die beiden gemeinsam von der Fensterbank aus das Futterhaus im Garten beobachten können.

Eine ausführliche Step-by-Step-Anleitung mit Text und Bild finden Sie in LandKind 01/20.

Text & Fotos: Stephanie Berger