Wusstest du, dass es in Deutschland rund 25 verschiedene Fledermausarten gibt und fast alle davon gefährdet sind? Im Fledermaus-Steckbrief erfährst du spannende Fakten zu Größe, Gewicht, Wohnort und den besonderen Fähigkeiten dieser einzigartigen Tiere.
Sobald die Dämmerung einsetzt, schwirren sie lautlos durch die Luft: Fledermäuse gehören zu den faszinierendsten Tieren, die bei uns in Deutschland leben – und doch weiß kaum jemand, wie vielfältig und bedroht sie eigentlich sind. In diesem Fledermaus-Steckbrief erfährst du alles Wichtige über Aussehen, Lebensraum und die besonderen Fähigkeiten dieser einzigartigen Flugkünstler. Außerdem gibt’s ein kostenloses Ausmalbild zum Herunterladen.
25 Fledermausarten leben in Deutschland
In Deutschland sind rund 25 verschiedene Fledermausarten heimisch – von der winzigen Zwergfledermaus bis zum deutlich größeren Großen Abendsegler.
Den Steckbrief kannst du dir weiter unten kostenfrei herunterladen.
So unterschiedlich sie in Größe und Aussehen auch sind, eines haben alle gemeinsam: Sie sind mit den Flughunden die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. Ihre Flughaut spannt sich zwischen den stark verlängerten Fingerknochen, den Armen und den Beinen und macht sie zu erstaunlich wendigen Flugkünstlern.
Du willst die Fledermausarten sehen und hören? Dann schau beim NABU vorbei, dort gibt’s eine klasse Übersicht samt Geräuschen:
Fast alle heimischen Fledermäuse gelten als gefährdet und stehen unter strengem gesetzlichem Schutz. Der Verlust von Lebensräumen wie alten Bäumen, Dachböden und naturnahen Landschaften sowie der Einsatz von Insektiziden setzen ihnen stark zu. Wer im eigenen Garten einen Fledermauskasten aufhängt oder auf Pestizide verzichtet, leistet bereits einen wertvollen Beitrag zum Schutz dieser Tiere.
Uralte Flugkünstler: seit 50 Millionen Jahren unterwegs
Fledermäuse sind keine neue Erscheinung in der Tierwelt, sie bevölkern unseren Planeten schon seit etwa 50 Millionen Jahren. Fossilienfunde zeigen, dass ihre Vorfahren bereits damals nahezu genauso aussahen wie die Fledermäuse, die heute nachts über unsere Gärten fliegen. Kaum ein anderes Säugetier hat sich über einen so langen Zeitraum so wenig verändert.
Echoortung: Sehen mit den Ohren
Eine der spannendsten Fähigkeiten von Fledermäusen ist die Echoortung. Da sie überwiegend nachts unterwegs sind, orientieren sie sich nicht in erster Linie mit den Augen, sondern über Ultraschall-Laute. Diese Geräusche von Fledermäusen liegen meist außerhalb des menschlichen Hörbereichs. Die Tiere senden hochfrequente Rufe aus und werten das zurückkehrende Echo aus, um Hindernisse, aber vor allem ihre Beute im Flug punktgenau zu orten. So können sie selbst kleinste Insekten mitten in der Nacht sicher fangen.
Wo Fledermäuse leben und was sie fressen
Als Quartier nutzen Fledermäuse ganz unterschiedliche Orte: Dachböden, hohle Bäume, Felsspalten, Höhlen oder eigens aufgehängte Fledermauskästen. Wichtig ist ihnen dabei vor allem eines: Ruhe und Schutz vor Fressfeinden, denn tagsüber schlafen sie kopfüber hängend.
Auf dem Speiseplan der meisten heimischen Fledermausarten stehen Insekten. Eine einzelne Fledermaus kann in einer Nacht mehrere hundert bis über tausend Mücken, Nachtfalter und andere Fluginsekten vertilgen und ist damit ein natürlicher Schädlingsbekämpfer im eigenen Garten.
Im Winter, wenn kaum noch Insekten unterwegs sind, fallen Fledermäuse in eine Winterstarre und überstehen die kalte Jahreszeit in geschützten Quartieren.
Fledermaus-Steckbrief zum Herunterladen
Alle wichtigen Fakten rund um Größe, Gewicht, Lieblingsessen und Wohnort einer Fledermaus haben wir dir übersichtlich in unserem kostenlosen Fledermaus-Steckbrief zum Download zusammengestellt.
Dazu gibt es ein liebevoll gestaltetes Fledermaus Ausmalbild zum Ausdrucken, mit dem Kinder ganz nebenbei das Wissen über diese besonderen Tiere vertiefen.
Die meisten heimischen Fledermausarten ernähren sich von Insekten wie Mücken, Nachtfaltern und Fliegen, die sie im Flug mithilfe der Echoortung jagen. Einzelne Arten fressen zudem größere Käfer oder Spinnentiere. In einer einzigen Nacht kann eine Fledermaus mehrere hundert Insekten erbeuten.
Wie alt werden Fledermäuse?
Fledermäuse können erstaunlich alt werden, gemessen an ihrer geringen Körpergröße. Viele Arten erreichen ein Alter von 10 bis 20 Jahren, manche sogar über 30 Jahre. Möglich macht das unter anderem die Winterstarre, während der ihr Stoffwechsel stark heruntergefahren wird und sie Energie sparen.
Lust auf mehr?
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