Quiches, Tartes und Flammkuchen – es gibt sie klassisch, raffiniert und schlicht: Sie bieten für jeden Geschmack genau das Richtige.

Kleines Mädchen knetet Mürbteig.
Bei der Zubereitung des Teigs sind kleine Hände willkommen: Aus Butter, Mehl und Salz ist schnell ein Mürbteig geknetet.

Ob dampfend direkt aus dem Ofen, warm oder auch kalt – Quiches und Tartes sind bei allen beliebt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die französischen Kuchen unglaublich variantenreich sind, weil man sie mit all jenen Zutaten füllen kann, die einem schmecken. Alles, was benötigt wird, ist ein Teig (üblicherweise ein Mürbeteig) sowie ein Guss aus Milch oder Sahne, Eiern und Käse. Dieser Guss sorgt für die perfekte Bindung und kann nach Lust und Laune mit dem gewünschten Belag kombiniert werden. Erlaubt ist alles, was schmeckt, bzw. was der Vorratsschrank hergibt: vegetarisch mit Trauben und Käse,
mit Fleisch und Schinken oder Fisch wie beispielsweise Lachs. Für die Resteverwertung
eignen sich Quiches ebenfalls bestens – Hauptsache, das Ergebnis schmeckt!

Tarte oder Quiche?

Beide Begriffe werden häufig gleichbedeutend verwendet und eine strikte Trennung scheint
unmöglich. Letztlich handelt es sich stets um Kuchen, wobei es Tartes oft auch in süßer Form gibt, Quiches aber nur pikant. Das französische Wort „quiche“ ist übrigens eng verwandt mit Kichle bzw. Küchle, der süddeutschen Bezeichnung für Kuchen.

Naher Verwandter: Flammkuchen

Kommt bei Quiches in der Regel ein richtig schön knuspriger Mürbteigboden zum Einsatz,
der in einer Form gebacken wird, so ist die Grundlage eines Flammkuchens ein sehr dünn
ausgewellter Boden aus Brotteig. Soll es klassisch zugehen, wird dieser ausschließlich mit rohen Zwiebeln, Speck und einer Creme aus Sauerrahm versehen – noch etwas Salz und Pfeffer dazu und fertig ist der Elsässer Flammkuchen.

♦ Rezept-Ideen ♦

Elsässer Flammkuchen

Elsässer Flammkuchen
Elsässer Flammkuchen

Zutaten für 1 Blech

Für den Teig:

  • 1 Prise Zucker
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 6 g frische Hefe
  • 200 g Mehl
  • ¼ TL Salz

Für den Belag:

  • 200 g saure Sahne
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 2 Zwiebeln
  • 150 g gewürfelten Speck

Zubereitung
Für den Teig Zucker im Wasser auflösen. Hefe hineinbröseln und kurz umrühren. In einer
Schüssel Mehl mit Salz vermischen und das Hefewasser langsam unter Rühren zugeben.
Mit dem Knethaken eines Rührgeräts so lange kneten, bis ein zäher Teig entsteht. Abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen. Backofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Belag saure Sahne und Sahne verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Zwiebeln abziehen und in Ringe schneiden. Teig auf
einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausrollen und einen Rand formen. Sahnemasse darauf verteilen, mit Zwiebeln und Speck belegen. Mit Pfeffer würzen und etwa 6 bis 8 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.

 

Gemüse-Quiche mit Zwiebeln, Spinat und Rucola

Gemüse-Quiche mit Zwiebeln, Spinat und Rucola
Gemüse-Quiche mit Zwiebeln, Spinat und Rucola

Zutaten für eine Quicheform (Ø 28 cm)

Für den Teig:

  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 250 g Polenta (Maisgrieß)
  • ½ TL Salz
  • 1 Ei (Größe M)
  • 50 g Parmesan

Für den Belag:

  • 50 g Rucola
  • 50 g frischer Spinat
  • 100 g Mozzarella
  • 2 Eier (Größe M)
  • 100 g Schmand
  • 50 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • 1 rote Zwiebel
  • 50 g Parmesan

Zubereitung
Die Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Polenta vorsichtig einrühren und aufkochen lassen. Salz, Ei und Parmesan dazugeben. Den Topf vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Rucola und Spinat waschen, gut trocken schütteln und die Blätter von den Stielen zupfen. Den Mozzarella zerbröseln und mit Eiern, Schmand, Sahne, Salz und Pfeffer verrühren. Die abgekühlte Polenta-Masse in eine Quicheform drücken und einen Rand hochziehen. Das geht am besten mit angefeuchteten Fingern von der Mitte der Form aus. Teig für etwa 5 Minuten im Ofen vorbacken. Währenddessen die Zwiebel schälen, in Streifen schneiden und leicht in Öl andünsten. Den Boden aus dem Ofen nehmen, mit Rucola und Spinat auf dem Teig verteilen und die Käsemischung darübergießen. Die Zwiebel darauf verteilen und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Quiche etwa 40 Minuten im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene backen.

 

Brokkoli-Schinken-Quiche

Brokkoli-Schinken-Quiche
Brokkoli-Schinken-Quiche

Zutaten für eine Quicheform (Ø 28 cm)

Für den Teig:

  • 750 g mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Ei (Größe M)
  • 2 EL Mehl
  • 25 g Butter
  • Salz, Pfeffer

Für den Belag:

  • 2 kleine Brokkoli
  • 150 g gekochter Schinken
  • 4 Eier (Größe M)
  • 200 ml Sahne
  • 100 g geriebener Gouda
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Butter für die Form

Zubereitung
Für den Teig Kartoffeln schälen, waschen und grob reiben. Ei, Mehl und Butter vermengen, Kartoffelraspel unterheben, Masse gut mit Salz und Pfeffer würzen. Aus dem Kartoffelteig in einer gefetteten Quicheform einen Boden formen und kalt stellen. Den Backofen vorheizen (180 Grad Umluft). Brokkoli waschen und in Röschen schneiden. In kochendem Salzwasser blanchieren. Schinken klein würfeln. Für den Belag Eier, Sahne und die Hälfte des Käses verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Brokkoli und Schinkenwürfel auf dem Teig verteilen, die Sahnemischung darüber gießen und mit dem restlichen Käse bestreuen. Im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 40 bis 45 Minuten backen.

 

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