Das zarte, herrlich leichte Baiser-Gebäck – hier mit einer fruchtigen Füllung – ist einfach unvergleichbar. Damit versüßen wir uns und unseren Lieben die wärmenden Sommertage.

Schon seit einiger Zeit erobert ein besonderes Gebäck die Herzen aller Backfans. Während die süßen Macarons früher ein Geheimtipp waren, den man nur mit Glück in französischen Feinkostläden fand, sind die gefüllten Baiserteilchen aus Mandelmehl heute weltweit so angesagt, dass es höchste Zeit ist, sich selbst einmal ein paar zu backen. Doch eins vorweg: Ganz einfach sind die süßen Kekse nicht und es kann durchaus sein, dass der erste Versuch nicht perfekt gelingt. Doch wer sich davon nicht abschrecken lässt und dazu unsere Gelingtipps beachtet, wird mit einer köstlichen Gaumenfreude belohnt!

Tipps & Tricks zum Backen von Macarons

Bei Rühr- und Mürbeteig machen ein paar Gramm zu viel oder zu wenig einer Zutat nichts aus, bei der zarten Macaron-Masse aber schon. Das exakte Abwiegen aller Zutaten ist für die richtige Konsistenz extrem wichtig, denn sonst zerfließt die Masse oder geht nicht gleichmäßig auf. Außerdem sollten Mandeln und Puderzucker am besten im Universalzerkleinerer sehr fein gemahlen werden und anschließend mindestens zweimal durch ein feines Sieb gestrichen werden, damit alle gröberen Stücke entfernt werden. Nur so bekommen die Macarons die unglaublich glatte, leicht glänzende Oberfläche. Besser als flüssige Lebensmittelfarbe ist Lebensmittelpaste in der gewünschten Farbe, damit die Masse nicht zu flüssig wird. Beim Trocknen vor dem Backen sollten die Macarons nicht im Zug stehen, denn sonst kann es passieren, dass die Macaron-Deckelchen nicht gleichmäßig trocknen und beim Backen brechen. Wer sich fragt, ob man die Ruhezeit einfach weglassen kann: lieber nicht. Die Macarons müssen ruhen, damit sich eine leichte Kruste auf der Baisermasse bildet. Die Kruste sorgt dafür, dass beim Hochbacken die „Füßchen“ – der kleine Rand unten – entstehen und die Macarons oben nicht aufreißen.

Macarons richtig aufbewahren

Für den fast unvorstellbaren Fall, dass mal ein paar gefüllte Macarons übrig bleiben sollten, können diese in einer luftdicht verschließbaren Dose im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahrt werden. Ungefüllte Macaron-Schalen lassen sich luftdicht verpackt super einfrieren. Wer dann mal spontan Appetit auf die süßen Teilchen bekommt, lässt sie ein paar Stunden im Kühlschrank auftauen und füllt sie anschließend mit der Füllung seiner Wahl. Schokoladenfans nehmen Ganache, aber lecker sind auch Buttercreme und fruchtige Konfitüren. Bon appétit!

Rezept: Himbeer-Macarons

Zutaten für 12 Stück

Für die Füllung:

  • 160 g Himbeeren (frisch oder TK)
  • 60 g Gelierzucker (2 : 1)
  • 1 TL Zitronensaft

Für die Macarons:

  • 50 g gemahlene Mandeln ohne Haut
  • 75 g Puderzucker
  • 1 Eiweiß (Gr. M)
  • 13 g Zucker
  • rote Lebensmittelfarbe

Außerdem:

  • Backpapier oder Silikonbackmatte für Macarons
  • Spritzbeutel mit Lochtülle (Gr. 8)

Zubereitung

Für die Füllung die Himbeeren waschen bzw. antauen lassen und fein pürieren.
Das Püree durch ein Sieb in einen Topf streichen, mit Gelierzucker und Zitronensaft glatt rühren. Unter Rühren ca. 4 Minuten sprudelnd kochen. In eine Schüssel füllen, zugedeckt ca. 2 Stunden abkühlen lassen.

Für die Macarons Mandeln und Puderzucker fein mahlen und sieben. Eiweiß und Zucker sehr steif schlagen, dabei etwas Lebensmittelfarbe zufügen. Eischnee mit einem Teigspatel unter die Mandelmischung heben, bis eine glatte, zäh fließende Masse entstanden ist.


Ein Backblech mit Backpapier oder Silikonmatte auslegen. Die Macaron-Masse in den Spritzbeutel füllen und 24 gleich große Tupfen (Ø ca. 2 cm) aufspritzen. Von unten leicht gegen das Blech klopfen, um die Tupfen zu glätten, und ca. 30 Minuten trocknen lassen.


Backofen auf 160 °C (Umluft nicht geeignet) vorheizen. Macarons im heißen Ofen ca. 13 Minuten backen.
Herausnehmen, samt Papier vom Blech ziehen und ca. 10 Minuten abkühlen lassen.

Himbeer-Konfitüre auf die glatte Seite von 12 Macaron-Deckelchen auftragen. Übrige Deckelchen mit der
glatten Seite daraufsetzen und leicht andrücken. In einer luftdicht verschließbaren Dose mindestens 12 Stunden kalt stellen.