Im Frühling die duftenden Blüten und jetzt im Herbst die tiefroten Beeren. Eine Suppe daraus ist ebenso köstlich wie gesund. Hier ein ganz besonders leckeres Rezept unserer Oma.

Schon unsere Großeltern nutzten den Holunderstrauch: Im Frühjahr wird auch heute noch aus den Blüten ein besonderer Sirup hergestellt, sie werden ausgebacken oder für Gelee genutzt, im Herbst gibt es aus den Beeren Saft, der oftmals auch Grundlage für eine süße Suppe ist. Die Früchte sind roh ungenießbar, gekocht sind sie dagegen sehr bekömmlich und äußerst gesund.

Saftige Leckereien aus Holunder

Anfangs sind die Holunderbeeren noch grün, vollreif glänzen die kaum erbsengroßen Früchte schwarzviolett und hängen an dicken Dolden an den Ästen. Diese werden im Ganzen zur Erntezeit im September abgeschnitten, wobei hier Vorsicht angeraten ist: Aus den Holunderbeeren tritt leicht etwas Saft aus und der hat eine intensive Farbe. Früher wurde er sogar zum Färben genutzt. Wenn Sie Holunder selbst pflücken und Saft zubereiten möchten, schütteln Sie die Dolden erst einmal vorsichtig aus, damit kleine Tierchen entwischen können. Dann werden sie in stehendem kaltem Wasser ganz kurz gesäubert und kommen mit den Stängeln – nur die großen werden abgeschnitten – in den Entsafter oder sie werden wie im Rezept beschrieben entsaftet. Die dunkle Flüssigkeit kann noch heiß in verschließbare Flaschen gefüllt und/oder gleich zu Gelee oder Suppe verarbeitet werden.

Gesunder Holunder

Steht der Holunder ab und zu auf dem Speisezettel, tun Sie sich und der ganzen Familie etwas Gutes. Die Beeren enthalten sehr viel Vitamin C und das können wir ja immer gut gebrauchen.

Rezept: Holundersuppe mit Grießnocken

Zutaten für 4 Personen

Für die Holundersuppe:

  • 1 kg Holunderbeeren (alternativ 0,7 l Holundersaft)
  • 1/4 l Apfelsaft
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Bio-Zitrone (Saft und Abrieb)
  • 6 EL Zucker
  • 1 Apfel (entkernt)
  • 2 EL Speisestärke

Für die Grießnocken:

  • 1/8 l Milch
  • 1 EL Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zucker
  • 50 g Grieß
  • 1 Ei (Größe M)

Zubereitung

Holunderbeeren mit etwas Wasser aufkochen und ca. 20 Minuten kochen lassen. Ein Sieb mit einem Tuch auslegen und den Saft abseihen. Alternativ Holundersaft aus der Flasche nehmen. Den Holundersaft zusammen mit dem Apfelsaft, der Zimtstange und Zitronensaft und -abrieb aufkochen.
Mit Zucker abschmecken. Den Apfel in Scheiben schneiden, zur Suppe geben und alles noch einige Minuten weiterköcheln lassen.
In einem separaten Topf Milch, Butter, Salz und Zucker aufkochen. Grieß unter Rühren hinzugeben und so lange rühren, bis sich die Grießmasse als Kloß vom Topfboden löst. Den Topf vom Herd nehmen und zügig das Ei untermengen. In einem weiteren Topf reichlich Salzwasser aufkochen.
Mit 2 Teelöffeln aus der Grießmasse kleine Klöße entnehmen und ca. 10 Minuten im siedenden Salzwasser gar ziehen lassen. Die Stärke mit etwas Wasser anrühren und unter die Suppe geben, noch einmal aufkochen. Zimtstange und Zitronenschale entfernen. Die Grießklöße hinzufügen und servieren.

Die fertigen Nocken kommen in die heiße Suppe.

Diesen Artikel finden Sie zusammen mit vielen anderen tollen herbstlichen Inspirationen in der Ausgabe von LandKind 05/19.