Ein festliches Essen im Freien – besonders zum Frühlingsbeginn macht das der ganzen Familie Spaß. Edel und genussvoll wird es mit Pasteten und Terrinen, die auch optisch ziemlich viel hermachen.

Schon vor 1 000 Jahren sollen Pasteten in Frankreich hergestellt worden sein. Was erst mal nur dem Adel vorbehalten war, lassen wir uns heutzutage auch schmecken, wir genießen Pasteten und Terrinen als kulinarische Besonderheit. Aber was ist eine Pastete eigentlich? Früher wurden vor allem Wild und Fisch, aber auch Geflügel und andere Fleischsorten sowie Gemüse fein zerkleinert, gut gewürzt und mit Sahne, Ei oder Ähnlichem gebunden. Diese Füllung oder Farce wurde mit einem Teigmantel, etwa aus Blätterteig, umhüllt. Heute ist das nicht anders, nur die Rezeptvielfalt ist größer.

Pasteten, Terrinen und ihre Geheimnisse

Terrinen werden ganz ähnlich zubereitet wie Pasteten, allerdings kommen sie ohne Teigmantel aus, sie werden nämlich in einer feuerfesten Form gegart. Fast alle Pasteten und Terrinen schmecken warm genauso gut wie kalt. Wir stellen außerdem drei Rezepte vor, die gar nicht in den Ofen müssen: Sandwich-Pastete, Quark-Kräuter-Terrine und Möhren-Brokkoli-Terrine lassen sich sehr gut vorbereiten und sind die idealen Gerichte für einen Brunch oder ein festliches Buffet. Noch nicht an- oder aufgeschnitten,
bergen Pasteten und Terrinen so manche Überraschung, zum Beispiel ein gekochtes Ei wie in der Osterpastete. Die Zubereitung ist ganz einfach, sodass die größeren Kinder das Rezept sogar selber zubereiten können. Was die Überraschung angeht, daran haben Kinder und Erwachsene ihre Freude.
Probieren Sie doch einmal ganz einfache Pasteten-Rezeptideen mit ihren Kindern aus: Eine Rolle Blätterteig zur Hälfte mit Wiener Würstchen belegen und mit geriebenem Käse bestreuen, die andere Hälfte darüberklappen, mit Eigelb bestreichen und 20 Minuten im Ofen goldgelb backen – fertig ist die kinderleichte Überraschungspastete.

Ein Rezept für selbst gemachte Pasteten, sowie ein einfaches Rezept zu einer leckeren Osterpastete für Kinder finden Sie neben vielen weiteren köstlichen Rezepten in der Ausgabe LandKind 02/20.

Rezept

Sandwich-Pastete mit Räucherlachs

Sieht toll aus schmeckt super: Sandwich-Pastete mit Räucherlachs.

Zutaten für 4 Personen

  • 1 Salatgurke
  • Salz
  • 4 Stängel Dill
  • 1 Handvoll Schnittlauch
  • 150 ml Sahne
  • 400 g Frischkäse
  • 2 TL Meerrettich aus dem Glas
  • 1 TL Zitronensaft
  • weißer Pfeffer
  • 16 Scheiben helles Toastbrot
  • 80 g Räucherlachsscheiben
  • 150 g Cocktailtomaten
  • 1 Handvoll Blüten

Zubereitung

Gurke schälen, längs halbieren, die Kerne ausschaben. Die Hälften in dünne Scheiben hobeln. Salzen, Wasser ziehen lassen und trocken tupfen. Dill und Schnittlauch abbrausen und trocken schütteln. Vom Schnittlauch etwa 3 EL in feine Röllchen schneiden, den Rest in längere Röllchen. Dill abzupfen und fein hacken. Mit den feinen Schnittlauchröllchen vermengen und zum Garnieren 1 EL beiseitelegen. Die Sahne steif schlagen. Frischkäse mit Meerrettich und Zitronensaft cremig rühren. Schlagsahne unterziehen, salzen und pfeffern. 100 g zum Einstreichen abnehmen und unter den Rest
der Kräuter mengen. Toastbrotscheiben dünn mit Frischkäsecreme bestreichen. 4 Scheiben dicht aneinander auf eine Kuchenplatte legen, mit der Hälfte der Gurkenscheiben belegen, mit 4 Toastbrotscheiben – die bestrichene Seite nach unten – bedecken. Die Scheiben mit Creme bestreichen, mit dem Lachs belegen und mit dem restlichen Brot, der übrigen Creme (bis auf einen Rest) und Gurken ebenso verfahren. Leicht andrücken und rundherum mit der zurückbehaltenen Creme einstreichen. Den Rand mit Schnittlauchröllchen umstellen. Tomaten waschen, putzen und vierteln. Mit den restlichen Kräutern und den Essblüten auf die Sandwichpastete setzen.