Der Winter ist die passende Zeit für Laubsägearbeiten. Aus einfachen Formen und mit freundlichen Farben entsteht ein niedliches Eulenbild für die Wohnung.

Die kleinen Eulen haben alle die gleiche Größe und ganz ähnliche Formen. Durch die unterschiedlichen Flügelfarben unterscheiden sie sich voneinander.

Schon lange wollte Piet die Laubsäge, die er in Opas Schuppen entdeckt hat, einmal ausprobieren. Aber er konnte sich nie für ein Motiv entscheiden. Nun hat er eine gute Idee: In einem ausrangierten Bilderrahmen soll eine Eulenfamilie auf ein paar Zweigen ein Zuhause finden. Zusammen mit seiner Mutter sucht er im Internet nach passenden Vorlagen für die Eulen. Die Formen sollten nicht allzu viele Kanten und Kurven aufweisen, damit das Aussägen nicht zu schwierig ist. Eulenvorlagen finden Sie auch auf unserem Blog. Seine Lieblingsvorlagen druckt Piet dann aus und kopiert die Eulenmutter und eine Vorlage für die Eulenkinder auf die passende Größe. Da der Bilderrahmen, den er bestücken möchte, recht groß ist, dürfen die Eulen nicht zu klein sein. Außerdem lassen sich größere Formen auch einfacher aussägen. Nachdem die Eulenform mithilfe einer Schablone auf eine 3 mm dicke Sperrholzplatte übertragen wurde, geht’s ans Aussägen.

Auf hellen Birkenzweigen sitzen die Eulen besonders gerne. Aber auch Äste, die mit Moos oder Flechten bewachsen sind, können prima verwendet werden.

Mit Geschick aussägen

Die Sperrholzplatte wird mit einer Schraubzwinge an der Arbeitsplatte befestigt, damit sie beim Sägen nicht wegrutscht oder wackelt. Wie man richtig mit einer Laubsäge umgeht, hat Opa Piet schon gezeigt, aber Opa hilft beim Sägen auch. Immer wieder muss die Holzplatte in einer anderen Position festgeschraubt werden, damit Piet die Eulenform Stück für Stück aussägen kann. Bald sind jedoch alle Eulen ausgesägt und nach kurzer Kakaopause kann das Anmalen beginnen. Es müssen nur die Begrenzungen von größeren Farbflächen, zum Beispiel den Flügeln oder dem Kopfbereich, bei der Eulenmutter mit Bleistift eingezeichnet werden. Und außerdem werden die Augenformen vorgemalt. Damit die Augen ganz exakt rund werden, nimmt Piet dafür einen Zirkel. Dann malt er nacheinander die Körper, die Augen und die Flügel an. Für den Schnabel und die Augen benutzt er lieber Marker-Stifte, weil man mit diesen Stiften noch exakter malen kann als mit dem Pinsel. Aber die Punkte auf den Flügeln tupft er mit einem dünnen Pinsel auf, denn die dürfen durchaus unterschiedlich groß ausfallen.

Die niedlichen Eulen können auch aus schönem, festem Kartonpapier gefertigt werden, falls keine Säge vorhanden sein sollte.

Die Eulenfamilie wird festgeklebt

Wenn die Farben aller Eulen getrocknet sind, können die vier kleinen Deko-Tiere auf ihren Zweigen Platz nehmen. Piet bittet seinen Opa noch einmal, ihm zu helfen, da das Platzieren der Zweige und das Festkleben mit Heißkleber einfach besser geht, wenn vier Hände helfen und festhalten können. Piet überlegt, wo die Vögelchen sitzen sollen, und Opa hält die Eulen an der gewünschten Stelle kurz fest, damit Piet prüfen kann, ob die Verteilung so gut aussieht. Perfekt, nun sind alle Sitzplätze gefunden und die Holzvögel werden mit Heißkleber an den Zweigen befestigt. Piets erstes Säge-Meisterwerk ist fertig!

Durch die weißen Punkte auf den Pupillen wirken die Augen der Eulen lebendiger.

Eine ausführliche Step-by-Step-Anleitung mit Text und Bild finden Sie in LandKind 01/20.

Text & Fotos: Bettina Rehm-Wolters