Gerade bei Kindern erfreut sich das amerikanische Brauchtumsfest in der Nacht vor Allerheiligen einer immer größeren Beliebtheit. Wir feiern mit und stellen ein paar süße Halloween-Rezepte vor.

Geht man jetzt im Herbst nach Einbruch der Dunkelheit spazieren, leuchten einem in den Gärten und Hauseingängen vermehrt ausgehöhlte Kürbisköpfe entgegen. Die meisten
zeigen lustige – mitunter etwas gruselige – Fratzen, manche sind aber auch über und über mit filigranen Schnörkeln überzogen.

Furchteinflößende Kürbisköpfe

Dieser Brauch geht auf eine irische Sage zurück, die vom Bösewicht Jack Oldfield handelt. Er hatte einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und war der Hölle entkommen, wobei ihm ein glühendes Kohlestück, das er in eine Rübe steckte, als Lichtquelle diente. Seitdem wandelt seine verdammte Seele in der Nacht vor Allerheiligen umher. Diese Geschichte kam durch irische Einwanderer in die USA, wo der dort beheimatete Kürbis als Ersatz für die Rübe verwendet wurde. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in die Kürbisse – und tut es auch noch heute, wenn auch eher als Herbstdekoration, denn zur Geisterabwehr.

Altes Brauchtum

Die Nacht vor Allerheiligen gilt vor allem in den Vereinigten Staaten als Halloween-Fest. Der Begriff leitet sich vom englischen „All Hallows’ Eve“ ab, auf Deutsch: Abend vor Allerheiligen. Die Ursprünge des Festes sind stark umstritten – vereinfacht lässt sich
festhalten, dass es sich um eine wechselseitige Entwicklung von keltischen und christlichen Bräuchen handelt. Jahr um Jahr sind die amerikanischen Halloween-Traditionen verstärkter auch hierzulande anzutreffen. Zu ihnen zählen neben den typischen ausgehöhlten Kürbissen auch unheimliche Verkleidungen. So kann man in der Nacht vor Allerheiligen inzwischen auch bei uns einen Blick auf umherstreunende Hexen, Gespenster und Skelette
erheischen und sich am Anblick von künstlichen Spinnweben und Fledermäusen genussvoll gruseln.

Halloween zu Hause

Vielleicht haben auch Sie Lust, ein kleines Halloween-Fest mit den Kindern zu veranstalten? Verkleiden steht bei den Kleinen schließlich immer hoch im Kurs – und dekoriert mit Kürbissen und den typischen Halloween-Farben Orange, Schwarz, Weiß und Violett wird es sicherlich ein aufregender Abend. Während die Kinder in den USA aber unter Androhung von Streichen von Haus zu Haus ziehen, um Süßigkeiten einzufordern, bieten wir unseren
kleinen Hallooween-Geistern völlig freiwillig allerhand Leckereien aus der eigenen Küche an. Ob putzige Baiser-Gespenster, zuckersüße Mini-Gugelhupfe in Kürbisform oder lustige Monster-Kringel – die Kinder freuen sich gewiss über dieses spannende Erlebnis.

Halloween-Rezepte

Mini-Kürbisse

Süße Mini-Kürbisse zu Halloween.

Zutaten für 6 Stück
Für den Teig:

  • 500 g Hokkaido (küchenfertig)
  • 2 EL Öl
  • 2 Eier (Größe M)
  • 150 g zimmerwarme Butter
  • 150 g brauner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL gemahlener Ingwer
  • 250 g Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • ½ Päckchen Backpulver

Für die Füllung:

  • 180 g Doppelrahmfrischkäse
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL Abrieb von 1 Bio-Orange
  • Außerdem: grünes und braunes Fondant nach Belieben,
    etwas Puderzucker und Wasser

Zubereitung
Das Kürbisfleisch in kleine Würfel zerteilen, die Schale muss nicht entfernt werden. Das Öl in einem Topf erhitzen und Kürbiswürfel darin andünsten. Nach 5 Minuten etwas Wasser
angießen und weitere 15 Minuten garen, bis das Kürbisfleisch weich ist. Danach die Würfel pürieren und zum Abkühlen beiseitestellen. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Eier, Butter und Zucker schaumig rühren. Das Kürbispüree sowie Salz, Zimt und Ingwer hinzugeben und miteinander verrühren. Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen, über die Kürbismasse sieben und unterheben. Den Teig in zwölf gefettete Mini-Gugelhupf-Formen geben und etwa 20 bis 25 Minuten backen. Danach auf ein Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen.

Den Frischkäse mit dem Handrührgerät glatt rühren. Puderzucker und Zimt darübersieben, Orangenabrieb dazugeben und unterrühren. Die Frischkäsecreme in einen Spritzbeutel mit gezackter Tülle füllen. Die Hälfte der Gugelhupfe umdrehen, sodass ihre Unterseite nach oben zeigt. Die Frischkäsecreme auf die Unterseite spritzen und jeweils einen zweiten Gugelhupf daraufsetzen. Aus grünem Fondant lassen sich nun nach Belieben Blätter gestalten, während sich das braune Fondant einfach zu kleinen Stielen kneten lässt. Aus Puderzucker und Wasser einen essbaren „Kleber“ anrühren und die Fondant-Deko damit an den Mini-Kürbissen befestigen.

 

Putzige Baiser-Gespenster

Kleine Baiser-Gespenster – gruselig-süß!

Zutaten für 15 Stück

  • 4 Eiweiß (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Zucker
  • Zuckerschrift

Zubereitung
Backofen auf 100 Grad (Umluft) vorheizen. Das Eiweiß mit dem Salz in eine fettfreie Rührschüssel geben und mit dem Rührgerät sehr schaumig schlagen. Den Zucker langsam einrieseln lassen, dabei stetig rühren. Die Masse so lange schlagen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und eine glänzende feste Creme entstanden ist. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und die Creme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. 15 Kleckse so auf die Bleche setzen, dass sie Gespenstern ähneln, und in den Ofen schieben. Baisers werden eher getrocknet als gebacken – daher dauert es nun je nach Größe 1 bis 2 Stunden.
Sie sind fertig, sobald sie sich leicht vom Backblech lösen lassen und nicht mehr festkleben. Im ausgeschalteten Backofen auskühlen lassen. Nach Belieben mit Zuckerschrift Gesichter
aufmalen – lustig sehen auch Zuckeraugen aus.

Tipp: Die kleinen Baiser-Gespenster lassen sich prima aromatisieren. Beispielsweise mit Vanille oder etwas Kakaopulver. Wer keinen Wert auf strahlend weiße Baisers legt, lässt sie ganz leicht anbräunen – so entsteht ein leckerer Karamellgeschmack.

 

Monster-Kringel

Da machen die Kinder Augen und greifen gerne zu: Monster-Kringel.

Zutaten für 18 Stück

  • 2 Eigelb (Größe M)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 200 g Butter
  • 150 g Zucker
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 175 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • weiße Kuvertüre
  • Zuckeraugen

Zubereitung
Den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eigelb mit dem Ei, der Butter und dem Zucker in einer Schüssel schaumig rühren. Vanillemark unterheben. Mehl und Speisestärke über die Masse sieben und alles gut verrühren. Den Teig in einen Spritzbeutel mit gezackter Tülle füllen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech 18 Kringel spritzen und im Ofen etwa 10 bis 12 Minuten backen. Sobald die Kringel ausgekühlt sind, geht es ans Dekorieren: Dazu die Kuvertüre nach Packungsbeilage vorbereiten und jeden Kringel damit dünn überziehen. Sobald die Kuvertüre etwas angetrocknet ist, die Zuckeraugen nach Belieben darauf verteilen.

Tipp: Wenn es schnell gehen soll, kann auch dänisches Spritzgebäck gekauft und nach Lust und Laune verziert werden.

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