Karnevalsgebäck, Fastnachtsküchle, Krapfen & Co. dürfen zur fünften Jahreszeit nicht fehlen, sind sie doch so unwiderstehlich lecker.

Fasching, Karneval oder Fasnacht ohne Krapfen und Ausgezogene – das geht nicht! So viel ist schon mal klar. Und so kommen kleine und große Naschkatzen zumindest in dieser Jahreszeit voll auf ihre Kosten. Denn die süßen Schlemmereien haben einen traditionellen Hintergrund. Die Vielfalt
der Rezepte ist groß und darüber hinaus von Region zu Region unterschiedlich. Die meisten basieren auf Hefe- oder Mürbeteig, sind gefüllt
oder ungefüllt. Aber eines haben alle gemeinsam: sie sind im Fett ausgebacken.

Schmalzgebäck zu Fasching

Fastnacht ist die Zeit vor Aschermittwoch, dem ersten Tag der großen Fastenzeit. „Fasching“ kommt vom mittelhochdeutschen „Vastschanc“ und steht für den Ausschank des Fastentrunks. Nach kirchlichem Glauben
sollte man in dieser Zeit auf Fleisch und tierische Produkte wie Fett und Eier verzichten. So entstand der Brauch, dass kurz vor Beginn der sechswöchigen Fastenzeit, besonders die Gerichte gefragt waren, deren Hauptbestandteile genau die später verbotenen Produkte sind. Dazu gehört eben auch das Fett- oder auch Schmalzgebäck. Na dann: auf einen närrischen Genuss!

Rezepte, Teil 1

Gefüllte Krapfen

Zutaten für 6 Personen

  • 200 ml lauwarme Milch
  • 40 g frische Hefe
  • 500 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 2 Eier (Größe M)
  • 1 Eigelb
  • 1 Msp. Salz
  • 50 g Butter und Butter fürs Blech
  • Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 Glas Erdbeerkonfitüre (ca. 250 g)
  • Puderzucker zum Besieben

Zubereitung

Aus etwa einem Drittel Milch, der Hefe und etwas Mehl einen Vorteig herstellen. Mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 15 Minuten reifen lassen. Den Vorteig mit der restlichen Milch und dem übrigen Mehl, Zucker, Eiern und Eigelb, Salz, Butter und Zitronenabrieb mischen. Teig mit den Händen oder den Knethaken des Rührgeräts glatt arbeiten und so lange kneten, bis er sich von der Schüsselwand löst und nicht mehr klebrig ist. Falls der Teig zu weich ist, noch etwas Mehl zugeben. Vor dem Verarbeiten nochmals zugedeckt etwa 20 Minuten gehen lassen. Nach dem Gehen erneut durchkneten und zu einer Rolle formen. Mit einer Teigkarte Stücke, etwas größer als Golfbälle, abstechen. Die Teigstücke mit der Hand glätten und auf ein gefettetes Blech geben. Mit einem Tuch abdecken und zu doppeltem Volumen aufgehen lassen. Inzwischen Fritteuse auf 175 °C vorheizen. Konfitüre durch ein Sieb passieren und in eine Gebäckspritze oder einen Spritzbeutel mit langer Fülltülle einfüllen. Die aufgegangenen Teiglinge in die heiße Fritteuse geben und den Deckel etwa 1 Minute schließen. Sobald die Krapfen eine schöne Farbe bekommen haben, auf die andere Seite drehen und in 3–4 Min. fertig backen. Mit einem Schaumlöffel aus dem Fett nehmen und auf einem Gitter abtropfen lassen. Noch heiß mit der Konfitüre befüllen und mit Puderzucker besieben.


Tipp: Wer keine Fritteuse hat, backt die Krapfen im heißen Fett aus.