Herbstzeit ist auch gleichzeitig Kürbiszeit. Die dekorativen „Dickhäuter“ sind die Stars der Saison – besonders im lustigen Waldtier-Outfit, das wir basteln!

Marlene ist ein Kürbisfan! Jedes Jahr im Sommer freut sie sich darauf, dass es bald wieder Kürbisse gibt. Denn dann beginnt ihre Lieblings-Dekozeit.
Mit Kürbissen kann man so viel machen – sie z. B. zu schaurigen Halloween-Laternen verwandeln. Aber Mama hat noch viele andere tolle Ideen, wie man Kürbisse gestalten kann. Dieses Jahr hat sie Marlene versprochen, dass sie etwas ganz Besonderes basteln werden. Marlene ist so gespannt und kann es kaum noch erwarten, bis die Kürbisse endlich reif sind.

Kürbisse aus dem Hofladen

Marlene und ihre Mutter fahren mit den Rädern zu Bauer Keller, um Kürbisse für ihre Deko zu kaufen. Mama hat extra den Fahrradanhänger ans Rad angehängt. Der Bauer hat eine Riesenauswahl an Kürbissen. Da gibt es die Sorten zum Essen wie z. B. den Hokkaido- oder den Butternutkürbis, das sind die bekanntesten Kürbisse. Und dann gibt es noch welche mit ganz lustigen Namen wie die Bischofsmütze, der heißt so, weil seine Form an eine Bischofsmütze erinnert. Oder den Spaghettikürbis. Der hat seinen Namen deshalb, weil sein Fruchtfleisch nach dem Kochen aussieht wie Spaghetti. Der Bauer hat auch Zierkürbisse, die darf man nicht essen, aber es gibt sie in vielen verschiedenen Größen und Formen. Marlenes Mutter entscheidet sich für einige nicht zu große Kürbisse, die ihrer Meinung nach am besten zu ihrem Vorhaben passen.

Für den Hirsch ist ein ovaler Kürbis gut geeignet. Die feinen Gesichtslinien werden einfach mit schwarzem Filzstift aufgemalt.

Basteln mit Kürbissen

Wieder daheim richten sie den Arbeitsplatz auf der Terrasse her. Zuerst legt Mama ein altes Wachstischtuch zum Schutz auf den Tisch. Dann stellen sie Bastelfarben in verschiedenen Grau- und Brauntönen, eine weiße Grundierfarbe und Klarlack parat. Dazu gesellen sich dann noch ein Filzstift in Schwarz, Klebstoff, Pinsel, Schere und Textilfilz in Weiß und unterschiedlichen Braun-, Beige- und Grautönen. Danach geht Mama noch kurz ins Arbeitszimmer und kommt mit verschiedene Computerausdrucken wieder zurück. Und dann kann es endlich losgehen.

Kürbisse in Weiß grundieren und trocknen lassen. Anschließend den Kürbis in einer Farbe anmalen, die zum ausgewählten Tier passt.

Kreative Bastelidee

„Was machen wir denn nun mit den Kürbissen?“, will Marlene wissen. Mama breitet die Ausdrucke vor ihr aus und sagt mit geheimnisvoller Stimme: „Wir erschaffen die einzigartige Kürbis-Waldtier-Bande!“ Jetzt ist Marlene nicht mehr zu bremsen und sie möchte sofort mit dem Basteln beginnen. Zuerst werden alle Kürbisse weiß angemalt. „Das ist die Grundierung“, erklärt die Mutter. „Das machen wir, damit die spätere Farbe gut deckt und schöner zur Geltung kommt.“ Während die Kürbisse trocknen, schneiden die beiden die Vorlagen für die Gesichter und die verschiedenen Körperteile der Waldtiere aus den Ausdrucken aus.

Mithilfe der ausgeschnittenen Schablonen die Einzelteile wie z. B. Gesichter, Geweih, Ohren, Schwanz oder Flügel auf den Filz in passender Farbe aufzeichnen.

Sie legen für jedes Tier eine Art Mappe aus einem gefalteten Stück Zeitungspapier an, damit die Vorlagen nicht vertauscht werden. Als die Kürbisse gut getrocknet sind, bekommen sie den Anstrich mit der finalen Farbe, passend zu dem Tier, das der Kürbis später darstellen soll. So wird die Eule in einem grauen Farbton eingefärbt, der Hirsch, der Bär und der Biber bekommen einen Braunton.

Für den Fuchs wählen sie einen schönen orangefarbenen Kürbis aus, der nicht angemalt werden muss.

Während die Farben trocknen, schneiden Mama und Marlene die Gesichter und die Einzelteile der verschiedenen Tiere mithilfe der Schablonen aus dem Textilfilz. Dafür legen sie einfach die jeweilige Schablone auf den farblich passenden Filz auf. Für Marlene steckt die Mutter die Schablone mit ein paar Stecknadeln fest, damit sie nicht verrutscht. Jetzt kann Marlene den Umriss des Motivs mit einem Stift übertragen und ausschneiden. So stellen sie Tier für Tier die benötigten Filzteile her. Anschließend versiegelt Mama den Anstrich der Kürbisse noch mit einem Lack.

Ganz klar muss die Eule einen Platz auf einem Baumstamm oder einer großen Wurzel bekommen, denn sonst fehlt ihr ja der Überblick.

Die fröhliche Waldtier-Gang aus Kürbissen

Während der Lack trocknet, kleben die beiden Bastelfans die verschiedenen Filzelemente für die Gesichter und auch einzelne Körperteile aufeinander. Die fertigen Gesichter, Ohren, Schwänze, Flügel oder das Geweih fixieren sie mit Alleskleber auf dem passenden Kürbis. So verwandeln sie einen Kürbis nach dem anderen in einen originellen Waldbewohner.

Der kleine Baby-Bär schaut ganz lieb in die weite Welt. Je nachdem wie man das weiße Glanzlicht auf den schwarzen Augen platziert, kann man den Blick des Tieres verändern.
Beim Biber werden die Gesichtsteile am besten erst einmal probeweise auf den Kürbis gelegt, damit unten noch genügend Platz für die langen Biberzähne bleibt.

Eine ausführliche Step-by-Step-Anleitung mit Text und Bild finden Sie in dieser Herbstausgabe von LandKind.

Idee & Realisation, Styling: Elke Reith; Fotos: Uzwei/Uli Glasemann; Text: Beate Grondorf