Wald und Holz gehören einfach zum Herbst. Deshalb sind Waldtiere eine beliebte Herbstdeko. Maditas Rehfamilie weckt die Kreativität der ganzen Familie.

Rehe sind wunderschön. Das findet Madita nicht nur, weil sie den Disneyfilm Bambi so toll findet. Sie schaut sich auch unheimlich gerne Dokus über die scheuen Waldbewohner an und besitzt einige Bildbände über die verschiedenen Wildarten. Manchmal begleitet sie ihre Tante Franziska auf ihrem Rundgang im Wald, denn die ist Försterin und kann ihr sehr viel zum Wald und seinen Tieren erzählen. Zweimal haben sie sogar ein Reh zwischen den Bäumen gesehen. So kommt es, dass Madita eine kleine „Reh-Expertin“ ist und schon viel mehr über diese Tiere weiß als Mama oder Papa.

Kreativer Waldbesuch

Am Sonntagmorgen ist sie wieder mit ihrer Tante schon frühmorgens unterwegs. Jetzt im Herbst wechseln die Rehe allmählich ihre Fellfarbe – das schöne Rotbraun wird zu einem bräunlichen Grau. „Das Winterfell sorgt dafür, dass die Rehe bei niedrigen Temperaturen nicht frieren. Denn es ist länger und dichter als das
rote Sommerfell. Wegen der fahlen Farbe können sich die Rehe besser in der winterlichen Landschaft tarnen und werden nicht so schnell gesehen!“, weiß Franziska zu berichten. Ein bisschen traurig ist Madita schon, dass das Wild die schöne Farbe über den Winter verliert. Aber sie versteht natürlich, dass das wichtig für das Überleben der Tiere ist. „Schade, dass ich jetzt nicht noch eines fotografieren kann“, bedauert sie. Aber Franziska meint, dass sie doch Rehporträts auf Baumscheiben malen könnte. So könnte
sie sich jeden Tag über die hübschen Tiere freuen. Madita ist begeistert. Franziska hat zu Hause noch abgelagerte Birkenäste und -stämme, von denen der Onkel einige verschieden große Scheiben für seine Nichte zusägt. Glücklich kehrt sie mit ihrer „Beute“ heim und sucht auch gleich alles zusammen, was sie für ihr Bastelvorhaben benötigt.

Nachdem die Holzscheiben zugesägt wurden, glättet Madita die Sägeflächen mit Schleifpapier.

Bastelmaterial für die Rehfamilie

Außer den Holzscheiben legt Madita Bastelfarben in Weiß, Schwarz, Ocker und verschiedenen Brauntönen parat. Dazu kommen noch Schere, Klebstoff, Bleistift, Bastelfilz in Rosa, Braun und Weiß, etwas Pappe und Transparentpapier für die Schablone. Pinsel dürfen auch nicht fehlen. Am besten in unterschiedlichen Stärken. Den Tisch deckt sie noch vorsorglich mit Packpapier ab, damit er keinen Schaden nimmt, und nun kann es losgehen.

Das Gesicht nach Vorlage mit Bleistift aufzeichnen.

Gesichter aufmalen

Bevor Madita mit dem Aufmalen beginnt, glättet sie die Schnittflächen der Baumscheiben mit Schleifpapier, damit sie einen schönen und glatten Untergrund zum Malen hat. Um sich Ideen für die Gesichtszüge der Rehe zu holen, blättert sie anschließend durch ihre Bücher und schaut auch im Internet nach. Die Gesichter sollen lieb und freundlich aussehen. Bald wird sie fündig und zeichnet die Umrisse der Gesichter mit Bleistift auf die Holzscheiben vor. Jetzt geht es ans Anmalen. Die Stirn und den Nasenrücken färbt Madita in einem Braunton ein. Die Wangen „weißelt“ sie unregelmäßig mit flüchtigen Pinselstrichen. Das macht die Züge gleich ein bisschen lebendiger. Um eine Fellstruktur zu erhalten, verwischt sie etwas Ocker auf der braunen Fläche bei den Elterntieren. Die kleinen Rehkitze bekommen weiße Punkte aufgemalt, die Madita gleich danach mit einem trockenen Pinsel und einem kleinen Klecks weißer Farbe leicht verwischt.

Für das Aufmalen der Gesichter unsere Tipps und Tricks beachten.

Die Feinheiten beim Basteln

Nach dem Trocknen malt Madita die Schnauzen und die Augen mit schwarzer Bastelfarbe auf. Damit die Augen einen lebhaften Ausdruck bekommen, setzt sie Glanzpunkte in Weiß. Und schon entsteht der Eindruck, dass die Tiere einen anschauen. Die Ohren möchte Madita mit Bastelfilz gestalten. Dafür fertigt sie zunächst Schablonen an, damit jedes Ohrenpaar auch gleich aussieht. Sie überträgt die Umrisse für das äußere und das innere Ohr auf ein Stück Pappe und schneidet die Teile aus. Dann legt sie die Schablonen auf den Filz in passender Farbe, fährt die Umrisse nach und schneidet für jedes Porträt je zwei Filzohren aus. Das Ohreninnere wird auf das Außenohr aufgeklebt und mit Klebstoff rechts und links am Rehkopf fixiert. Für den Rehbock hat sie sich etwas Besonderes überlegt: Der bekommt ein stattliches Geweih aus Zweigen, die sie zuvor aus dem Garten geholt hat. Papa bohrt ihr dafür zwei Löcher oben in die Scheibe, damit sie die Zweige mit Klebstoff darin befestigen kann. Madita betrachtet stolz ihre Bambis – die sind einfach klasse geworden. Jetzt braucht sie nur noch den perfekten Platz für ihre tierische Familiengalerie …

Dekoriert zwischen Naturmaterialien, wie z. B. Nüssen, Eicheln und Moos, sehen die bemalten Holzscheiben am schönsten aus.

Die ausführliche Step-by-Step-Anleitung mit Text und weiteren Bildern finden Sie im LandKind-Magazin.

Idee & Realisation, Styling: Elke Reith; Fotos: Uzwei/Uli Glasemann; Text: Beate Grondorf