Schnell, einfach und wunderschön – mit Serviettentechnik gestalten Sie im Handumdrehen romantische Lichter für gemütliche Stunden, draußen oder drinnen.

Eva ist ein sehr kreatives Mädchen: Sie bastelt gerne, kann häkeln, stricken und nähen. Alle ihre Freunde und auch die Verwandten lassen sich gerne von Eva mit selbst gebastelten Dingen überraschen. Diese Woche ist das Wetter leider gar nicht schön, sodass sich Eva entschließt, in diesem Jahr einige Geschenke bereits im Voraus zu basteln. So hat sie für die nächsten
Geburtstage und andere Anlässe immer ein Geschenk parat.
Denn meistens hat man ja nicht immer die Zeit und die Muße für die Anfertigung, wenn das Präsent dann fertig sein sollte. So überlegt Eva, was sie machen könnte.

Upcycling vom Feinsten: Aus Einweckgläsern und Servietten haben wir diese bezaubernden Windlichter gebastelt.

Selbst gebastelte Deko als Geschenkidee

Am liebsten würde sie für alle die gleichen Dekogegenstände gestalten, damit sie nicht eine Menge Material kaufen muss, denn sie hat nicht so viel Taschengeld zur Verfügung. Außerdem sollte es relativ einfach in der Herstellung sein und trotzdem individuell für jeden Beschenkten. Sie erzählt beim Abendessen von ihrem Vorhaben und siehe da, ihre Mutter hat den rettenden Einfall: „Im Keller stehen doch die vielen Einweckgläser, die wir noch von der Uromi haben. Kannst du damit nicht etwas Schönes machen?“ Eva umarmt ihre Mama und ruft: „Natürlich! Ich werde Windlichter mit Serviettentechnik basteln.“ Denn für Serviettentechnik braucht Eva nur Serviettenlack, Servietten und einen Pinsel – und die Einweckgläser von der Uromi.

Aus Einweckgläsern werden Windlichter

Zuerst muss Eva alle Gläser gründlich waschen und trocknen. Denn sonst halten der Lack und das Motiv nicht auf dem Glas.
Anschließend sucht sie alle Servietten zusammen, die sie finden kann. Schnell hat Eva eine große Menge an Servietten zur Auswahl. Sie entscheidet sich für zwei verschiedene Varianten, wie sie die Gläser gestalten will. Zum einen schneidet sie einzelne Motive aus, die sie auf die Gläser aufbringen möchte, und zum anderen passt sie Banderolen aus Servietten für die Gläser an.

Es gibt Serviette für jeden Stil und für jeden Geschmack. Wer will, kann sogar einzelne Serviette auf einer der vielen Tauschbörsen für Servietten im Internet gegen eine andere tauschen.

Schöne Muster und Motive aus Servietten

Als alle Serviettenmotive und Banderolen zugeschnitten sind, nimmt Eva sich ein Glas und streicht es innen komplett mit Serviettenlack ein. Anschließend löst sie die oberste bedruckte Schicht von einer Banderole ab und legt diese dann vorsichtig in das Glas. Dann bestreicht sie das Ganze nochmals mit Lack. Dabei kann sie mit dem Pinsel gleich auch noch kleine Falten ausstreichen. Nun wird das Glas zum Trocknen weggestellt und das nächste ist an der Reihe. Dieses Mal platziert Eva einzelne Motive mit dem Serviettenlack von innen und auch von außen auf das Glas des Windlichtes. Dabei geht sie genauso vor wie bei ihrem ersten Exemplar. Auf diese Art und Weise hat sie relativ schnell eine ansehnliche Anzahl von Windlichtern angefertigt. Eins schöner als das andere.

Für jeden das passende Geschenk

Bei der Auswahl der Serviettenmotive macht sich Eva schon Gedanken, für welche Person später das jeweilige Windlicht sein soll. Tante Rita mag Schmetterlinge – ganz klar, dass sie dann auch ein Licht mit Schmetterlingsmotiv bekommen soll. Ihre Freundin Lisa hingegen liebt Vögel, deshalb wählt Eva für sie ein süßes Vögelchen als Motiv aus. Und so entsteht für jeden von Evas Lieblingsmenschen nach und nach ein ganz individuell angefertigtes Windlicht.

Das Glas mit Vogelsand füllen und ein Teelicht einstellen – schon entsteht eine stimmungsvolle Beleuchtung.

Eine ausführliche Step-by-Step-Anleitung mit Text und Bild finden Sie in dieser Sommerausgabe von LandKind.

Idee & Realisation, Styling: Elke Reith; Fotos: Uzwei/Uli Glasemann; Text: Beate Grondorf