Knusprig dünner Boden, darauf eine Schicht Soße oder Creme und dann so richtig bunt belegt: Wenn die beiden Klassiker so aus dem Ofen kommen, sitzt die ganze Familie ruckzuck am Esstisch.

Wenn es ein Gericht gibt, das selbst gemacht einfach viel besser schmeckt als gekauft aus der Tiefkühltruhe oder vom Lieferdienst, dann ist es vermutlich die Pizza und ihr französischer Bruder, der leckere Flammkuchen. Und auch das Argument, der Teig wäre schwierig selbst zu machen, zieht nicht so richtig, denn der Hefeteig ist ruckzuck geknetet und braucht dann nur sein knappes Stündchen, um in Ruhe aufzugehen.

Die besten Tricks für Hefeteig

Egal ob man den Boden dick und fluffig oder dünn und kross mag: Mehr als 4 Zutaten, nämlich Mehl, Salz, Hefe und Wasser, braucht man nicht. Wir geben noch etwas Olivenöl oder Milch dazu. Die beiden helfen, den Teig schön geschmeidig zu machen. Auch eine Prise Zucker ist immer gut, denn sie bewirkt, dass die Hefe schneller treibt. Dann kommt der Knet-Part. Auch wenn es ziemlich anstrengend ist, je kräftiger und länger der Teig geknetet wird, desto besser schmeckt der Pizza- und Flammkuchenboden.
Wer nicht so viel Kraft hat, überlässt dem Rührgerät mit seinen Knethaken die Arbeit. Manchmal passiert es, dass sich der Teig nach dem Gehen nicht so recht in Form bringen lässt. Zieht er sich immer wieder zusammen, ist er entweder noch zu kalt oder muss noch mal kräftig geknetet werden. Damit der Teig nicht reißt, sollte er Zimmertemperatur haben und nicht zu klebrig sein.

Das Zusammenspiel von Boden und Belag

Wer es einfach mag und nur Tomatensoße und etwas geriebenen Käse auf der Pizza mag, wird vermutlich nie das Problem haben, dass der Boden durchweicht – und der Flammkuchen schmeckt mit einem dünnen Belag sowieso am besten. Fans von dickem Belag oder Zutaten mit viel Wasser müssen allerdings etwas raffinierter vorgehen: Je mehr auf die Pizza draufsoll, desto kräftiger und dicker sollte der Teigboden sein. Man kann ihn anschließend auch kurz vorbacken, damit Soße und Gemüse ihn nicht durchweichen und matschig machen. Bei wasserreichem Gemüse wie Tomaten, Zucchini oder Aubergine ist es sinnvoll, diese vorher in etwas Öl anzubraten. Dabei geht ein Teil des Wassers schon verloren.
Ansonsten können Pizza und Flammkuchen nach Lust und Laune mit allen möglichen Soßen, Fleisch, Fisch, Wurst, Oliven und Kapern belegt werden. Süßschnäbel greifen z. B. zu Obst, Nussmus und Nüssen. Und dann kommt auch der letzte Trick: Die beiden mögen es heiß, also richtig heiß. So werden sie schön knusprig.

Rezept: Flammkuchen mit weißem Spargel

Weißer Flammkuchen mit Spargel und Bacon

Zutaten für 4 Personen

  • 600 g weißer Spargel
  • Salz
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Pck. frischer Flammkuchenteig (Kühlregal)
  • 150 g Crème fraîche
  • 200 ml Sauce hollandaise
  • 50 g Parmesan
  • Pfeffer
  • 100 g Frühstücksspeck (Bacon)
  • 1 Handvoll Rucola
  • Backpapier

Zubereitung:

Spargel schälen, holzige Enden abschneiden und Stangen in Salzwasser ca.
5 Minuten vorgaren. Abtropfen lassen und dicke Stangen längs halbieren.
Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Flammkuchenteige entrollen, je quer
halbieren und leicht oval ausrollen. Je mit Crème fraîche und Sauce hollandaise
bestreichen. Mit Parmesan bestreuen. Spargel und rote Zwiebel darauf verteilen.
Mit Salz und Pfeffer bestreuen. Speck darauflegen und Flammkuchen auf einem mit
Backpapier belegten Backblech nacheinander im heißen Ofen bei 200 °C (Umluft:
180 °C) ca. 10 Minuten backen. Rucola waschen und trocken tupfen. Fertige
Flammkuchen damit bestreuen und sofort servieren.

Viele weitere leckere Rezepte zu Pizza & Flammkuchen finden Sie in dieser Ausgabe von LandKind.

Und ein süßes Pizza-Rezept erwartet Sie hier.